Von Four Seasons Kuda Huraa über Vakkaru und Finolhu bis Gili Lankanfushi
Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Christoph Berner
Nach all den Jahren, in denen ich die Malediven bereise – über 50 Inseln durfte ich inzwischen persönlich kennenlernen – verliert dieses Paradies für mich nichts von seiner Faszination. Jede Reise bringt neue Entdeckungen, Begegnungen und Emotionen. Meine jüngste Tour führte mich diesmal zu vier ganz besonderen Orten: Four Seasons Kuda Huraa, Vakkaru, Seaside Finolhu – und als Abschlussklassiker Gili Lankanfushi.
Four Seasons Kuda Huraa – klassischer Luxus mit Seele
Mein erstes Ziel lag im Nord Malé Atoll: das legendäre Four Seasons Kuda Huraa, eine Insel, die wie kaum eine andere für zeitlosen Luxus steht. In den letzten Jahren wurde sie umfassend renoviert – die Villen erstrahlen nun in frischem, modernem Design, ohne dass der ursprüngliche Stil verloren gegangen wäre.
Ein Highlight, das mich jedes Mal aufs Neue begeistert: das Spa, das sich auf einer separaten kleinen Insel befindet. Schon die kurze Bootsfahrt dorthin ist ein Erlebnis. Die Atmosphäre, das Meeresrauschen, die offene Architektur und die perfekt ausgebildeten Therapeuten machen jede Behandlung zu einem Moment völliger Entspannung. Es ist dieser unvergleichliche Mix aus Understatement und Perfektion, der das Four Seasons so besonders macht.
Vakkaru Maldives – meine Herzensinsel im Baa Atoll
Von dort ging es weiter in das UNESCO-Biosphärenreservat des Baa Atolls, auf eine meiner absoluten Lieblingsinseln: Vakkaru Maldives. Bereits zum fünften Mal durfte ich hier ankommen – und jedes Mal fühlt es sich an wie ein Heimkommen.
Am Jetty standen sie schon bereit: Teddy, der neue General Manager, Shenan, der Director of Sales, Praveen, der großartige Sporttrainer und Yogalehrer (meine Empfehlung: seine privaten Assisted Stretching Sessions – perfekt!), und Rasheed, der Restaurantleiter des Isoletta, seit Eröffnung vor acht Jahren eine Institution und die gute Seele der Insel.
Ich wohnte wie immer in einer der Overwater Villen am Ende des Jettys – ein Ort der Ruhe, mit traumhaftem Blick über die Lagune. (Natürlich kennen wir längst die schönsten Villennummern.)
Vakkaru war früher eine Kokosnussplantage – das spürt man in der üppigen Vegetation und im besonderen Charme der Insel. Kulinarisch ist sie ein wahres Erlebnis mit einer beeindruckenden Auswahl an Restaurants:
- Amaany – internationales Buffet auf höchstem Niveau
- Isoletta – authentisch italienische Küche mit Poolblick
- Vakkuu – Fine-Dining-Steakhouse direkt am Meer
- Onu – asiatische Aromen und elegantes Ambiente
- Lagoon Bar – perfekte Sundowner-Location
- Cabana – entspannte Atmosphäre am Pool
- Anguru Teppanyaki – für ein exklusives Dinner-Erlebnis mit Show-Cooking; nicht in der Halbpension inkludiert, aber jeden Besuch wert
Ein echtes Natur-Highlight ist das Hausriff mit seinen drei Blue Holes – auf den Malediven wirklich einzigartig und für Schnorchler und Taucher gleichermaßen spektakulär.
Für Wellnessliebhaber bietet Vakkaru ein besonderes Extra: zwei eigene Ayurveda-Räume mit originalen Schwitzkästen und professionellen Therapeut:innen, in Zusammenarbeit mit einer renommierten Ayurveda-Klinik aus Sri Lanka. Abends, wenn die Sonne langsam untergeht, spiele ich gerne auf den Flutlicht–Tennis- und Paddle-Courts – ein großartiger Ausgleich nach einem Tag voller Sonne und Meer.
Seaside Finolhu – sportlich, stilvoll, voller Energie
Nur 30 Minuten Bootsfahrt trennen Vakkaru von meinem nächsten Ziel: Seaside Finolhu. Mit Steven, dem General Manager, verbindet mich seit Jahren eine enge Freundschaft – und jedes Mal beeindruckt mich, wie konsequent Finolhu seinen Weg als Lifestyle-Resort für aktive Genießer fortsetzt.
Die Insel pulsiert vor Leben – perfekt für Familien, Paare und alle, die auf den Malediven mehr wollen als nur Sonne und Strand. Neu eröffnet wurde das Art Lab, ein kreativer Treffpunkt mit spannenden Workshops und Projekten. Auch der Teens Club wurde neu gebaut, ebenso der Tennisplatz und der Paddle Court – letzterer als erster pinker Paddle Court der Malediven ein echter Hingucker.
Kulinarisch überzeugt Finolhu mit konstant hoher Qualität in allen Restaurants:
- Kanusan (japanisch – mein persönlicher Favorit),
- Crab Shack (ein Muss, ganz am Ende der Sandbank),
- Beach Kitchen,
- Arabian Grill,
- Milk Lab für gesunde Snacks und Kaffeespezialitäten.
Mein Tipp für Gäste: Das Premium All Inclusive Package lohnt sich absolut – fast alle Leistungen sind inkludiert, und man kann sämtliche Restaurants frei genießen. Für Details zu den Verpflegungspaketen beraten wir natürlich gerne persönlich.
Preview: .Here – das nächste Level des Malediven-Luxus
Von Finolhu aus, nur einen kurzen Bootshopp entfernt, entsteht am Ende der Sandbank hinter dem Crab Shack ein Projekt, das die Luxuswelt der Malediven neu definieren wird: die Ultra Luxury Insel.Here.
Mit nur neun Villen, verteilt auf zwei kleine Inseln – „Nowhere“ und „Somewhere“ – richtet sich .Here an Gäste, die absolute Privatsphäre suchen. Die großzügigen Villen mit drei bis vier Schlafzimmern, eigenem Pool und außergewöhnlichem Design bieten ein Maß an Exklusivität, das man bisher auf den Malediven kaum erlebt hat.
Wir gehören zu den ersten Reiseveranstaltern weltweit, die dieses außergewöhnliche Projekt bereits live vor Ort gesehen haben – und können nur sagen: Es wird spektakulär. Wer das Außergewöhnliche sucht – oder gar eine private Insel ganz für sich allein –, wird hier fündig. Die Kombination aus modernem Design, maßgeschneidertem Service und visionärem Konzept hebt das Erlebnis „Malediven“ auf ein völlig neues Level.
Gili Lankanfushi – zurück zu den Wurzeln des Barfußluxus
Zum Abschluss meiner Reise führte mich der Weg nach Gili Lankanfushi – eine Insel, die für viele Stammgäste längst zur zweiten Heimat geworden ist. Rund 70 % der Gäste kehren regelmäßig zurück – und das spürt man überall: in der entspannten Atmosphäre, der Herzlichkeit des Teams und dem Gefühl, hier wirklich anzukommen.
Ich selbst war zuletzt vor 15 Jahren hier, damals noch, als die Insel unter dem Namen Soneva Gili bekannt war. Umso schöner war es, zu sehen, dass sie ihren ursprünglichen Charme bewahrt hat. Robinson Crusoe Barfuß-Luxus pur – ehrlich, authentisch und gleichzeitig unglaublich stilvoll.
Kulinarisch zählt Gili Lankanfushi für mich nach wie vor zu den besten Adressen der Malediven. Die Küche ist kreativ, fein abgestimmt und dabei angenehm unprätentiös – jedes Gericht erzählt seine eigene Geschichte.
Die Insel liegt nur eine kurze Bootsfahrt von Malé entfernt. Man sieht die Hauptstadt in der Ferne – etwas, das man wissen sollte, das dem Urlaubserlebnis aber keinen Abbruch tut. Ganz im Gegenteil: Sobald man auf der Insel ist, umfängt einen sofort dieses besondere Gili-Gefühl – entschleunigt, leicht, frei.
Das Overwater Spa ist so bezaubernd wie vor vielen Jahren – sanftes Meeresrauschen, offene Behandlungsräume über dem Wasser, wohltuende Rituale und Therapeuten mit echter Hingabe.
Mein persönlicher Favorit: die Villen an Jetty 3, mit ihrer perfekten Lage, viel Privatsphäre und einer Hängematte, die direkt über dem türkisblauen Wasser schwebt – ein Ort, an dem Zeit keine Rolle mehr spielt.
Am Jetty wurde ich herzlich von Florian Leven, dem neuen Hotelmanager, empfangen. Wir kennen uns seit vielen Jahren – das letzte Mal haben wir uns im Four Seasons Nam Hai in Vietnam begegnet. Es war ein schönes Wiedersehen, und er begleitete mich am ersten Abend zu einem fantastischen Dinner im japanischen Restaurant. Für deutschsprachige Gäste ist es natürlich ein großer Vorteil, mit Florian einen Muttersprachler auf der Insel zu haben, der gleichzeitig die Gili-Philosophie perfekt verkörpert.